Comer See - Lago di Como - Oberitalienische Seen

Der Comer See wird nicht zu Unrecht als schönster See Italiens bezeichnet: Auf seiner ganzen Länge von 50 km ist der See von teils steil aufragenden Bergen umgeben und schiebt sich einem Alpenfjord gleich bis weit in die Zentralalpen-Region vor. An seinem Nordende grenzt der See fast bis an den Alpenhauptkamm wo sich mehr als 3000 Meter hohe Berge befinden. Und auch die beiden südlichen Seearme, von denen der eine bei Lecco und der andere bei Como endet, liegen noch vollständig in den italienischen Voralpen.

Strandydille Comersee Domaso - Lungolago Blick von Montemezzo nach Süden auf den Comer See

Diese alpine Landschaft bildet einen außerordentlich reizvollen Kontrast zu der subtropische Vegetation, die das milde, mediterrane Klima in der Uferregion und bis weit die Hänge hinauf gedeihen läßt.

Trotz seiner außerordentlichen landschaftlichen Schönheit ist der Comer See eher ein Ziel für Individualisten geblieben. Touristenrummel wie an anderen Oberitalienischen Seen sucht man hier weitgehend vergeblich; dieser konzentriert sich auf einige wenige touristische Hochburgen. Ansonsten geht es am Lago di Como, wie der See von den Einheimischen genannt wird, auch in der Hauptreisezeit im Hochsommer überraschend ruhig zu.

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Olgiascsa und die Bergeller Alpen

Blick von der Villa Gaeta in Richtung Bellagio

Und dass liegt sicher nicht daran, dass es am Comer See außer landschaftlichen Reizen nichts zu bieten hätte -im Gegenteil: Am Comer See und seiner Umgebung findet man vielfältige Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Urlaub:

Für den kulturell interessierten Urlauber gibt es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten am Comersee und in seiner näheren Umgebung zu entdecken: Die Villa Carlotta mit ihrem berühmten subtropischen Park, das Schiffahrtsmuseum in Pianello del Lario, das romantische Fischerdorf Varenna mit seiner schönen Uferpromenade oder der am Seescheitelpunkt gelegene Ort Bellagio - vielfach als "Perle des Lario" bezeichnet.

Die Berge am See bieten besonders an seinem Nordende - dem Altolario - viele noch weitgehend unentdeckte Möglichkeiten zum Wandern und Mountainbiken. Man muss sich allerdings mit Karte und Tourenbeschreibung auf den Weg machen, denn ausgeschilderte Routen findet man so gut wie überhaupt nicht.

Auch das Angebot für Wassersportler ist am Comersee ausgezeichnet: Die beständig wehenden Winde garantieren das sportliche Vergnügen auf dem Wasser egal ob man lieber zum Segeln, Windsurfen oder Kitesurfen geht.

Und schließlich gibt es für Urlauber, die in der "schönsten Zeit des Jahres" lieber ausspannen möchten, am Comer See - im Unterschied zu vielen anderen Oberitalienischen Seen - überall frei zugängliche Strände.